STÉPHANE BITTOUN  Regisseur, Autor und Schauspieler
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SPURWECHSEL


INHALT

DATUM: 7. Mai 2002. DIE SITUATION: Ein Unfall, ein ausgebrannter PKW und zwei nicht identifizierte männliche Unfallopfer. DER ORT: Die A3 zwischen Frankfurt und Köln. Ausgehend von einem Fernsehbeitrag aus der Reihe FAHNDUNGSAKTE unternimmt „spurwechsel“ eine Recherche der Hintergründe des Vorfalls. Über Kopfhörer verfolgen die Zuschauer die Rekonstruktion der Identitäten der beiden Unfallopfer.
TMT Jones berichten quasi-dokumentarisch und verteilen dabei das Publikum auf zwei verschiedene Tonspuren zu ein und denselben Bildern: TV-DokuFiction, Interviews, Protokolle, Tagebucheinträge, Fotos und Zeitungsmeldungen. Immer wieder werden bekannte Formate zitiert, aber in einen neuen, einen Theaterzusammenhang gestellt und damit verändert.

Der Zufall des Kartenkaufs bestimmt, welcher Zuschauer welche Lebensge-schichte hören wird. Zwei verschiedene Theaterabende im selben Raum, die hinterher - im Gespräch der Zuschauer untereinander - vielleicht zu einem werden. Wahrscheinlicher aber zu vielen, je eigenen Geschichten.
Der Weg den TMT Jones bei „spurwechsel“ gehen, ist der des Spiels mit dem Dokumentarischen. Sie bringen das Material in eine Schwebe, daß unklar wird: Ist es echt oder ist es erfunden? Sehr bewusst werden in der Aufführung, die eine Mischung aus realer Bühnenpräsenz der Performer, aus Videoeinspielungen und separaten Tonspuren ist, immer wieder Zweifel am Gesehenen und Gehörten geweckt. Daß alles erfunden ist – vom TV-Beitrag bis hin zu den Interviews – ist nebensächlich. Es geht nicht darum, „die Wahrheit“ zu finden. Es geht darum, zwischen den beiden Tonspuren eine eigene Geschichte zu finden...

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PRESSE

MULTIMEDIALES VEXIERSPIEL
„Die Frankfurter Theatergruppe TMT Jones hat nun das Geschehen in ein brilliantes multimediales Vexierspiel transformiert (...) Das Nebeneinander von Bild und Ton, eingespielten Beiträgen, scheinbar dokumentarischen Interviews mit den Ehefrauen und Freunden des Toten, rekonstruierte zwar einerseits den Fall, stellte aber andererseits seine Unerklärbarkeit offen aus (...) Durch diesen Kunstgriff gelang es vor allem die Verzweiflung der beiden Ehefrauen drastisch erlebbar zu machen und die Unmöglichkeit, die Verkettung von Zufällen und einem unerklärlichen Lebenswandel je wirklich zu begreifen.“ FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG


BESTECHEND

"Die Grundidee und auch ihre Umsetzung sind bestechend: Dokumentiert wird, vor allem über filmisches Material, über Interviews, Zeitungsartikel und Briefe, die Suche nach dem Schicksal zweier Männer, die bei einem Autounfall ums Leben kamen: Zwei Recherchen, von denen jeder Zuschauer nur je eine vollständig mitverfolgen kann – der ausschließlich über Kopfhörer empfangbare Ton ist in zwei separate Kanäle aufgeteilt; die beiden Geschichten bunt gemischt unters Publikkum gestreut. Bis sich am Schluß Tonspuren und Biographien zusammenfügen.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU


EINDRINGLICH

"Im Verlauf von „spurwechsel“ zeigen „TMT Jones“, wie sehr mediale Mittel die Gedanken und Gefühle ihrer Adressaten manipulieren. Und wie ungemein souverän die Bühnenakteure selbst diese Manipulation beherrschen. Ein eindringlicher Abend." FRANKFURTER NEUE PRESSE

 

CREDITS

Idee & Regie: TMT Jones
Buch: Stéphane Bittoun, Sebastian Richter

AUF DER BÜHNE: TMT JONES, Jennifer Elvert

AUF BAND UND IM FILM: Kati, Anne uva.

Film: Stéphane Bittoun
Schnitt: Jörg Lemmer

Impressum & Datenschutz
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